Intro Lebenslieder

Hier stellen wir Lieder vor, die uns geprägt haben, die wir mit wichtigen Zeiten in unserem Leben verbinden. In der ersten Folge: Peter Schelwis


Über eine der Gemeinden auf Kuba, die auch wir mit unserem Erntedankopfer unterstützen, erreichte uns ein Bericht. Die Baptisten in Oldenburg haben besonders intensiven Kontakt zu einer Gemeinde in Havanna. Unter erschwerten wirtschaftlichen Bedingungen sind die kubanischen Christen unvermindert dabei, ihren Glauben zu leben und das Evangelium zu verbreiten.

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Bericht aus der Villanueva Iglesia Bautista in Havanna auf Kuba (VIB)


Diesen Bericht hat unser Kontaktmann Jürgen Grüll verfasst, auf der Basis der Nachrichten, die er mit Pastor Pastor Vladimir und seiner Frau Oviana ausgetauscht hat.


Es sind tatsächlich sehr schwere Zeiten. Seitdem der erste Covid 19-Fall Anfang März auf Cuba registriert wurde, hat die politische, wirtschaftliche und soziale Situation sehr deutlich veranschaulicht, in welcher wirklichen Krise sich das Land
befindet. Inmitten dieser Ausnahmesituation erweist sich unsere Gemeinde als sehr nützlich und hilfreich. Und zwar nicht allein, um die Gläubigen zu begleiten, sondern auch um eine Botschaft der Hoffnung aufrecht zu erhalten, was so wichtig ist wie das Evangelium selbst. Alle Christen sind in dieser Zeit aufgerufen, die Herausforderungen annehmen und die christliche Botschaft lebendig zu halten. In der VIB haben wir diese Herausforderung angenommen durch Etablierung von drei wichtigen Plattformen. Sie sollten dazu beitragen, die missionarische  Ausrichtung der Gemeinde beizubehalten.


Plattform 1: Begleitung und Versorgung der Mitglieder und Freunde. Dies
geschieht auf zwei Wegen:


a. Individuelle seelsorgerliche, emotionale und geistliche Begleitung durch regelmäßige Telefonate, Textnachrichten und Besuche (unter Einhaltung der Mindestabstände).


b. Wirtschaftliche Unterstützung oder Hilfe durch Einkauf von Lebensmitteln und Hygieneartikel. In den ersten Monaten konnten wir dank einige Spenden u.a. auch von der Europäisch Baptistischen Mission (EBM international) mehr als 70 Familien, darunter auch nicht gläubige Nachbarn aus unserem Stadtteil, unterstützen. Diese Unterstützung mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln war sehr effektiv. Nach einigen Monaten waren diese Hilfen nicht mehr möglich, weil die bisherigen Geschäfte kaum noch etwas im Angebot hatten und die Anzahl der Käufe pro Person eingeschränkt wurde. Die Regierung hat
stattdessen neue Lebensmittelmärkte eröffnet, in denen nur noch mit harter Währung (Konvertible Pesos, US-Dollar oder EURO) bezahlt werden kann. (Die kubanische Regierung verfügt mit dem Zusammenbruch des Tourismus über deutlich weniger Deviseneinnahmen. Gleichzeitig ist ihr natürlich bekannt, dass viele Kubaner mit Verwandten im Ausland über Devisenverfügen und um diese abzuschöpfen, wurden die neuen Lebensmittelmärkte eröffnet, an denen man kaum vorbeikommt und in denen nur noch mit harter Währung bezahlt werden kann. Dies bedeutet natürlich große Probleme für
alle, die tatsächlich keinen Zugang zu Devisen haben.) Seither kann nur noch eine gegenseitige Hilfe unter Gemeindemitgliedern und Freunden stattfinden mit dem wenigen, das sie haben. Es ist aber sehr schön zu beobachten, dass sich hier eine Art Haltung entwickelt wie sie schon im 2. Kapitel der Apostelgeschichte beschrieben wird.


Plattform 2: Einrichtung von Whats-App Gruppen


Hier geht es darum, die wesentlichen Funktionen von Kirche aufrecht zu erhalten, während Gemeindemitglieder und Freunde zu Hause sind und sich nicht in der Kirche versammeln dürfen. Die Einrichtung der Whatsapp-Gruppen waren herausforderend und nur mit Hilfe der technischen Kenntnisse und finanziellen Möglichkeiten einiger Gemeindemitglieder  möglich. Allein die notwendigen Verbindungen - mit dem auf Kuba instabilen Internet - hinzubekommen, war eine echte   Leistung. Es wurden drei Gruppen eingerichtet:


a. VIB Familie: Eine Gruppe, in der tägliche Andachten, Gebetsanliegen, aufmunternde Nachrichten und allgemeine Kommunikation geteilt werden. In dieser Gruppe werden auch die sonntäglichen Gottesdienste gefeiert.

b. Jüngerschaft, Lehre und Unterweisung I: Diese Gruppe wurde für das gemeinsame Bibelstudium gegründet, das am Freitagabend stattfindet. Sie ersetzt mehrere reale Hauskreise.


c. Jüngerschaft, Lehre und Unterweisung II: Diese Gruppe wurde ebenfalls für das gemeinsame Bibelstudium gegründet. Sie richtet sich insbesondere an Jugendliche und findet am Freitagnachmittag statt. Die Beteiligung in an allen drei Gruppen verläuft bisher sehr gut und erfreulich.


Plattform 3: Wege für die missionarische Wirksamkeit


a. Wir haben „Häuser christlicher Familien“ (Casas de Familias cristianas – CFC) gegründet, in denen es nicht nur darum geht, Andachten zu vertiefen oder die Bibel zu studieren, sondern auch darum, nahe Verwandte, Freunde und Nachbarn einzuladen, die noch keine Christen sind.

b. Wir unternehmen Gebetsspaziergänge in den Stadtteil, bei denen wir versuchen, mit Menschen ins Gespräch zu kommen und Missionsmaterial aushändigen, um für den Glauben und letztlich die geistliche Gesundheit zuwerben.


c. Ökonomische Unterstützung bewusst auch von nicht gläubigen Familienangehörigen, Nachbarn und Freunden. Ein gutes Beispiel ist unsere Glaubensschwester Daysi, die - ohne selbst an Covid erkrankt zu sein - zweimal in ein Isolationszentrum musste, weil Arbeitskollegen sich infiziert hatten. Dort hat von der frohen Botschaft erzählt. Die VIB hat sie im Gebet
begleitet.


Wir sind mehr denn je überzeugt, dass Gott uns in Kuba braucht. Die Regierung hat Maßnahmen beschlossen, die eine Zuspitzung der Situation für die Ärmsten zur Folge haben wird. Die wirtschaftliche Situation und die soziale Unsicherheit rauben Menschen die Lebensfreude. In dieser Krise dürfen Menschen von der Arbeit der VIB auf eine ganz besondere Art und Weise profitieren.

Ausblick
Wenn in Deutschland die Zahlen steigen, sollte das Klima auf Cuba den gegenteiligen Effekt bewirken. Außerdem „erntet“ Cuba nun den Effekt eines überaus radikalen Lockdowns zu Jahresbeginn. So sind die Infektionszahlen jetzt sehr niedrig. Bis  Ende Oktober waren keine Gottesdienste in Kirchen erlaubt. Ab November sind Gottesdienste wieder möglich. In der VIB wird es dann erstmalig zwei Gottesdienste am Sonntag geben und zwar um 16.30 Uhr und ab 17.50 Uhr. Ab Januar wird es dann wieder einen Gottesdienst um 17.30 Uhr geben. Auch die zahlreichen Sportgruppen der VIB sollen im Januar wieder starten.
Stand: 1.11.2020

 

 

 

 

Seit dem Herbst 2018 unterstützen die Freunde und Mitglieder der Christuskirche ein Projekt der EBM (Europäisch-Baptistische Mission) International auf Kuba. (EBM International - KUBA) Wir haben uns vorgenommen ein konkretes Projekt zu begleiten und somit auch intensiver daran Teil zu haben. Hier ein Auszug aus der aktuellen Beschreibung von der EBM für dieses Projekt:

  

PROJEKTBESCHREIBUNG

EBM INTERNATIONAL unterstützt die Baptisten auf Kuba bei der Herausforderung, den Menschen das Evangelium, die gute Nachricht von Jesus, und so neue Hoffnung, zu bringen! Erweckung ist wohl das passende Wort für das, was seit längerer Zeit auf der ganzen Insel geschieht. Hunderte bekehren sich und viele neue Gemeinden werden gegründet.

 

EBM INTERNATIONAL unterstützt auf Kuba viele umfangreiche Projekte:

Auf der Jugendinsel sind mehr als 80 Hausgemeinden und acht offiziell gegründete Gemeinden entstanden. Verantwortlich für diese Missionsarbeit ist zurzeit der Arzt und Pastor Ernesto Cabrera. In der Region Bahía Honda, etwa 100 Kilometer westlich von Havanna, sind ebenfalls mehrere Missionsstationen entstanden. In Ostkuba wurden seit 2009 mehr als 300 Missionare geschult, die wiederum über 250 Gemeinden gründeten. In einem Elendsviertel in Havanna ist die Kriminalitätsrate drastisch gesunken, seit das Evangelium dort die Menschen erreicht hat. Mittlerweile besteht diese Gemeinde aus rund 100 Mitgliedern. Eine große Arbeit leisten Pastor Daniel González und seiner Frau Ana Isabel in Havanna: Mehrere Bibelclubs und ein missionarisches Sportprojekt werden für Kinder und Jugendliche organisiert. Daniel koordiniert und begleitet auch die Gründungen weiterer Gemeinden (z. B. in Bahía Honda und in Havanna in den Vierteln Zaldo, La Perla, Abel Santamaría, Jesus del Monte). An den Schulungen zur Gründung von und zur Mitarbeit in Gemeinden nehmen hunderte Missionare teil. Diese sind sehr erfolgreich.

Oft starten die Missionsarbeiten mit einem Bibelclub für Kinder, woraus eine umfangreiche Gemeindearbeit erwächst. So auch die Gemeinde in La Perla. Dort organisieren die Mitarbeiter Frühstücke für notleidende Kinder. Auch kümmern sie sich um die alten Menschen, die am stärksten von Armut betroffen sind. Immer gibt es kurze Lektionen aus der Bibel. So erfahren sie Gottes Liebe. Unsere Missionare auf Kuba beten und arbeiten unermüdlich. Sie engagieren sich leidenschaftlich und mit viel Liebe. Das Wenige, das sie zum Leben haben, teilen sie. Daran ist ihr Vertrauen zu Gott erkennbar.

Falls jemand noch mehr Informationen haben möchte oder dieses Projekt aktiv, sprich in Form von finanziellen Spenden, unterstützen möchte, kann sich gerne an die Gemeindeleitung wenden. 

Okt. 2018 

Neue Informationen! Mit einem Klick auf´s Bild geht es direkt zur Seite der EBM International.

 

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Report 1/2019

 

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2020 01

 

© aus EBM MAGAZIN 1/2020,  Gottfried-Wilhelm-Lehmann-Str. 4, 14641 Wustermark

 

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